Anthroposophische Gesellschaft Michaelzweig Pforzheim
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Friedwart Husemann

Portait Hr.HusemannDr.med.Friedwart Husemann war Facharzt für Innere Medizin und versierter Anthroposoph mit tiefem Hintergrundwissen. Friedwart Husemann verstarb am 3.Februar 2022 unerwartet.

Er verfasste einen regelmäßigen, sehr bemerkenswerten Rundbrief zu vielen aktuellen Themen der Anthroposophie. Einige dieser Rundbriefe sind hier öffentlich wiedergegeben, noch mehr seiner Rundbriefe finden Sie im internen Bereich der Seite, der erst nach Anmeldung zugänglich ist.

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Eulen im Baum

Rundbrief zur Anthroposophie

Liebe Freunde,

seit einigen Jahren wohnen wir in einem Bauernhaus in Ostfriesland. Etwa 15 Meter von unserer Haustür entfernt steht eine Schwarzkiefer. Dort entdeckten wir jetzt 2 Waldohreulen. Sie sitzen den ganzen Tag in der Nähe des Stammes, schlank, aufrecht und unbewegt und lassen sich von der Sonne bescheinen und vom Wind bewegen. Unten am Boden sieht man das für Eulen typische Gewölle neben den anderen Hinterlassenschaften der Vögel. In der Dämmerung gehen sie auf Mäusejagd, durch bestimmte Flaumfedern an den Enden ihrer Flügel sind ihre Flügelschläge geräuschlos. Durch ihre aufrechte Ruhe, wie sie am Tag im Baum sitzen, die im krassen Gegensatz zu anderen Vögeln und Tieren steht, geht eine ganz bestimmte Stimmung von diesen Tieren aus. Man fühlt sich beobachtet, auch wenn sie einen gar nicht anschauen. Sie werden zu einem Bild für etwas Höheres: so wirst du beobachtet von der geistigen Welt und merkst es nicht.  

Bei der Waldschnepfe (aus der Gruppe der Wat- und Möwenvögel) sitzen die Augen so weit hinten, dass sich die Gesichtsfelder beider Augen vorne und hinten überlappen. Dieser Vogel kann also nach allen Seiten sehen, ohne dass er den Kopf drehen muss (Grzimeks Tierleben, Band 8, S. 163). Bei den Eulen ist es umgekehrt, ihre Augen liegen wie beim Menschen an der Vorderseite des Kopfes, sodass sich die Sehfelder beider Augen fast gänzlich überdecken und sie auf diese Weise eine ausgezeichnete Tiefenschärfe erreichen. Das Gesichtsfeld selbst ist entsprechend eingeschränkt. Dafür ist dann der Kopf der Eulen so beweglich, dass sie ihn bis nahezu 180° drehen können (ebenda, S. 382). Die Eulen haben mit ihren parallel stehenden Augenachsen und dem fast vollständigen Überlappen (Fusion) der Gesichtsfelder also etwas Menschen – ähnliches. Die Ruhe, mit der sie den ganzen Tag im Baum sitzen, erinnert uns an den Kopf des Menschen, der gegenüber den Gliedern den Ruhepol des Menschen darstellt. Nach den Forschungen R. Steiners repräsentieren die Vögel überhaupt den Kopf und das Denken des Menschen (GA 230, 19.10.1923).

So ist es bei vielen Tieren, jede Art hat irgendwo etwas Menschen-ähnliches. Sehr auffällig ist der Sohlengang des Bären, den er mit dem Menschen gemeinsam hat. Wie Sie jetzt an der Eisbärin mit ihrem kleinen Säugling im Berliner Zoo auf einem video bei www.heute.de sehen können, ist der Gang des Bären relativ unbeholfen, weil eben der Sohlengang erst beim Zweibeiner seinen eigentlichen Sinn findet. Das herum tänzelnde Pferd ist demgegenüber ein Zehenspitzengänger. Sein Huf entspricht unserem Fingernagel. Und darüber hinaus sind die zwei ersten und die zwei letzten Hand- bzw. Fußstrahlen zurückgebildet, sodass das Pferd nur den Mittelhand bzw. Mittelfußstrahl zum Fuß ausbildet. Daher die Eleganz im Gehen, Laufen und Springen eines Pferdes.  Die Milchdrüse der Elefantenkuh liegt nicht hinten zwischen den Hinterbeinen wie das Euter beim Rind und bei vielen anderen Säugetieren, sondern vorne am Brustkorb zwischen den Vorderbeinen. Diese pectorale (zum Brustkorb gehörige) Lage der Mamma zeigt beim Elefanten ein Symptom, das auf den Menschen hinweist. Ebenso die Nacktheit des Hausschweines: sie entspricht dem, dass der Mensch kein Fell hat. Das sind jetzt nur einige besonders augenfällige Beispiele. Systematisch betrachtet weisen sie darauf hin, dass jedes Tier einmal auf dem Wege zum Menschen war. Dann ist es aber von diesem Wege abgekommen und in eine Spezialisierung geraten. Jede Spezialisierung ist auf ihre Art großartig und übertrifft den Menschen bei weitem, sie musste aber damit erkauft werden, dass das Tier sich nicht weiter entwickeln konnte. Je früher es den gemeinsamen Weg mit dem Menschen verlassen hatte, desto niedriger, je später, desto höher entwickelt ist ein Tier.

In diesem Sinne konnte schon Johann Gottfried Herder, der Mentor des jungen Goethe in seinen „Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit“ (1784), die er gründlich mit Goethe durchgesprochen hatte, sagen: „Der Mensch ist ein Mittelgeschöpf unter den Tieren der Erde“… „das ist, dass der Mensch die ausgearbeitete Form sei, in der sich die Züge aller Gattungen um ihn im feinsten Inbegriff sammeln“ (2. Buch, IV. Kap).

Ganz entsprechend hat dann W.H. Preuss gesagt: Der Mensch ist der Erstgeborene der Schöpfung. Das war dann nach Darwin. Und Steiner bestätigte: der Mensch ist physisch der Letztgeborene, geistig ist er aber der Erstgeborene der Schöpfung. Darüber habe ich früher schon einmal an Sie geschrieben. Im nächsten Brief kommt ein Bild, das diese Verhältnisse noch einmal von einer anderen Seite beleuchtet.

Herzlich Ihr Friedwart Husemann

By Friedwart Husemann
Friedwart Husemann

Das Einschlafen im Hinblick auf die unteren Götter

Rundbrief zur Anthroposophie

Liebe Freunde

das Einschlafen im Hinblick auf die unteren Götter enthält Gedanken und Empfindungen, die sich auf die Erlebnisse des vergangenen Tages beziehen. Mit den Organen des physischen Leibes haben wir am Tag unsere Umgebung wahrgenommen und mit unserem Ätherleib wurden diese Organe am Leben erhalten. [Wie schon erwähnt, gehören die beiden unteren Wesensglieder den unteren Göttern an (GA 144, 7.2.1913)]. Die entsprechende Meditation enthält zwei Teile. Den einen Teil übt man, während man wachend die Natur beobachtet:

„Ja, Sie können einen Spaziergang machen, am Wegesrand sehen Sie die gelben Blüten, die blauen Blüten, das grüne Gras, die glänzende versprechende Ähre, und Sie sagen: Indem ich so während des Tages an euch vorübergehe, sehe ich euch von außen; in euer eigenes geistiges Innere werde ich versenken, während ich schlafe, meine Erinnerungen. Ihr nehmet auf dasjenige, was ich während des Lebens aus meinen Erlebnissen heraus in Erinnerungen umgewandelt habe, ihr nehmet auf diese Erinnerungen, wenn ich schlafe.“  Man spricht also am Tag zur Natur, was man schlafend mit ihr zusammen erleben wird.

Dann kommt der zweite Teil der Meditation, der unmittelbar beim Einschlafen geübt wird:

„Wenn ich einschlafe, da übergebe ich meine Erinnerungen den Mächten, die im Kristall, die in den Pflanzen, die in allen Naturerscheinungen geistig walten“ (GA 232, 3. Vortrag, 25.11.1923).

Es bestehen konkrete Beziehungen des menschlichen Inneren zur Naturumgebung. Wir lieben den Rosenstrauch, weil die Rose unsere allerersten Kindheitserinnerungen aufgenommen hat. Die Erlebnisse, die uns als kleine Kinder zum Lächeln gebracht haben, also die Erlebnisse, an die wir uns als Erwachsene gar nicht mehr erinnern, die haben die Rosen aufgenommen. Was wir andererseits gelegentlich an Grausamkeiten als kleine Kinder in uns gehabt haben, das hat die Distel aufgenommen (ebenda).

Für die Jungmediziner gab R. Steiner eine Anweisung, die ganz ähnlich auf den Arzt schaut, wenn er schläft. Die Ärztin [ich bemühe mich, Gender korrekt zu schreiben], die am Tag sich mit den heilenden Kräften ihrer Umgebung geistig verbunden hat, erlebt nachts im Schlafe, dass ihr Astralleib „Ja“ sagen kann zu dem, was sie gelernt hat, während der Astralleib zu dem bloß abstrakten, theoretischen Wissen einer Ärztin „Nein“ sagen muss. Und aus diesem, wenn der Astralleib „Ja“ sagen kann, wächst der Impuls zur Hilfeleistung, der sonst nicht erwächst (GA 316, 5.1.1924).

Herzlich Ihr Friedwart Husemann

By Friedwart Husemann
Friedwart Husemann

Ein bedeutsames Buch nach 20 Jahren wieder lesen

Liebe Freunde,

jeder von uns kennt das Erlebnis, wenn er ein Buch oder ein Drama nach vielen Jahren wieder liest, wie anders und wie viel tiefer er es verstehen kann. Bei seiner Begegnung mit Goethe in Erfurt (1808) erzählte Napoleon, er habe die „Leiden des jungen Werthers“ siebenmal gelesen.

By Friedwart Husemann
Friedwart Husemann

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Ahriman kann machen, was er will..."

Liebe Freunde,

es gab einige Nachfragen zu meinem gestrigen Brief. Ich bringe Ihnen deswegen noch ein Zitat über Ahriman. Im Sinne der Leitsätze (GA 26) und im Sinne der Karmavorträge (GA 235 - 240) geht es darum, ob die kosmische bzw himmlische Intelligenz, die Michael um der Freiheit  des Menschen willen hat entsinken lassen (und die deswegen seit dem 9. Jahrhundert irdisch geworden und unten bei den Menschen ist), ob diese Michael frei gewordene Intelligenz entweder Ahriman bekommt oder ob sie Michael jetzt seit 1879 zurückerhält,

By Friedwart Husemann
Friedwart Husemann

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Anthroposophie und Technik, 2. Teil

Liebe Freunde

zum Problem der Technik bzw. des G5 Funknetzes bringe ich Ihnen heute zwei weitere Stellen aus dem Vortragswerk R. Steiners. Die erste Stelle aus dem Landwirtschaftlichen Kurs verdanke ich meiner Frau Imke, die zweite Stelle aus einem Priesterkurs von 1923 verdanke ich meinem Bruder Frimut, der Priester der Christengemeinschaft in Berlin ist.

               3. Die strahlende Elektrizität verhindert das Denken

By Friedwart Husemann
Friedwart Husemann

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Weitere Beiträge …

  1. Anthroposophie und Technik, 1. Teil
  2. Das Einschlafen im Hinblick auf die oberen Götter
  3. Schlafen und Wachen
  4. Elemente einer Ich – Wissenschaft
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Anthroposophie

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