Titelt Peter Selg in einem bemerkenswerten Leitartikel in den Mitteilungen aus der Anthroposophischen Arbeit in Deutschland, Ausgabe November 2017
Das, worüber wir jetzt sprechen, hat mit der Begründung der Waldorfschule zu tun, in der wir hier und heute zu Gast sind. Rudolf Steiner sagte 1919:
Die Kinder sind heutzutage sehr intelligent, und sie werden immer intelligenter werden. Die Aufgabe einer neuen Schule, einer menschenkundlichen Schule, aber wird es sein, diese Intelligenz zu «humanisieren», mit den Herzens- und Willenskräften, mit der Moral in Verbindung zu bringen, mit dem ganzen Mensch-Sein. Misslingt dies, so droht eine abgespaltene, kalte, künstliche und technische Intelligenz, die sich mit den Kräften und Mächten des Bösen verbinden wird.
Genau diese Entwicklung trat im 20. Jahrhundert, dem Jahrhundert hochintelligenter «Massenvernichtungswaffen» und anderer Arsenale ein, darunter der digitalen Manipulation und Deformation. ...
Aufgabe, Zeit- und Weltaufgabe, so Steiner, ist es, das intellektuelle Vermögen des Menschen, sein Geisteslicht, wieder mit dem Sein in Verbindung zu bringen.
Mittelungen aus Anthroposophischen Arbeit in Deutschland Ausgabe 11 - 217